FC Bayern München setzt auf Xherdan Shaqiri – Schweizer trotz großer Konkurrenz wichtig

Nachdem sich der erst im Winter und eigentlich bis Juni 2014 von Olympique Lyon ausgeliehene Brasilianer Michel Bastos kurzfristig und überraschend in Richtung Vereinigte Arabische Emirate verabschiedet hat, muss der FC Schalke 04 kurzfristig für die linken Außenbahn noch Ersatz finden, um eine Alternative zum vom 1. FC Köln verpflichteten U21-Nationalspieler Christian Clemens zu haben.

Dabei dachten die Verantwortlichen auf Schalke um Trainer Jens Keller und Manager Horst Heldt sofort an Xherdan Shaqiri vom FC Bayern München, erhielten vom Triple-Gewinner aber prompt eine Absage, was die angedachte Ausleihe betraf. Dadurch wird noch einmal deutlich, wie sehr man bei den Bayern die Qualitäten Shaqiris schätzt, nachdem schon vor einigen Wochen Bemühungen des FC Liverpool frühzeitig als aussichtslos deklariert wurden.

Verständlich ist die Haltung der Bayern in jedem Fall, obwohl gerade im offensiven Mittelfeld ein enormer Konkurrenzkampf tobt, der durch die Verpflichtung von Mario Götze und Thiago Alcantara noch einmal angeheizt wurde. Sollte Trainer Pep Guardiola wie erwartet im 4-1-4-1-System spielen lassen, wäre zwar ein Platz mehr vorhanden als im alten 4-2-3-1 von Jupp Heynckes, doch wird sich dies kaum bemerkbar machen, da möglicherweise einfach Bastian Schweinsteiger von der Sechser-Position nach vorne gezogen wird.

Doch auch wenn Schweinsteiger im Zentrum vor der Viererkette spielen sollte, müssen einige Hochkaräter auf die Bank und gerade auf Shaqiris Positionen auf den offensiven Außenbahnen scheinen Franck Ribery links und Arjen Robben rechts gesetzt. Zudem ist Offensiv-Allrounder Thomas Müller insbesondere als Rechtsaußen immer eine Option.

Nichtsdestotrotz genießt Shaqiri nach der vergangenen Saison hohe Wertschätzung, nachdem der 21-Jährige bei seinen 26 Bundesliga-Einsätzen mit vier Toren und sechs Vorlagen auf sich aufmerksam machen konnte und auch als Einwechselspieler in engeren Spielen einige Male für frischen Wind sorgte.

Auch 2013/14 dürfte Shaqiris Platz gerade bei den wichtigen Partien in der Champions League zwar zunächst auf der Bank sein, doch in der Bundesliga und auch im DFB-Pokal ist angesichts der von Trainer Guardiola geplanten Rotation davon auszugehen, dass der Schweizer Nationalspieler wieder auf seine Einsätze kommen wird. Weil Ribery und Robben nicht jünger werden, liegt es zu einem gewissen Teil auch an Shaqiri selbst, in der internen Hierarchie der Bayern weiter zu klettern.  Und dass die Verantwortlichen in München dem 1,69 Meter großen Kraftpaket mittel- bis langfristig eine ganz große Rolle zutrauen, zeigt nicht zuletzt die Ablehnung sämtlicher Anfragen.