Vorschau Schweizer EM Gruppe

Wie bei der WM 2014 findet sich die Schweiz auch bei der EURO 2016 in einer Vorrundengruppe mit Frankreich wieder. Damals setzten sich die beiden Europäer letztlich gegen Ecuador und Honduras durch, wobei die Schweiz im direkten Duell eine deutliche 2:5-Niederlage kassierte.

Bei der am Freitag beginnenden EM 2016 sind Frankreich und die Schweiz in ihrer Gruppe nun wieder die Favoriten. In Gruppe A bekommen es beide mit Rumänien und Albanien zu tun, die jeweils als klare Außenseiter ins Turnier starten. Insbesondere für die gastgebenden Franzosen wäre alles andere als das Erreichen des Achtelfinales eine riesige Blamage und selbst der zweite Platz in der Gruppe wäre für die Equipe Tricolore schon eine Enttäuschung.

Frankreich im Eröffnungsspiel gegen Rumänien

Paul Pogba

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Catherine Kõrtsmik

Am ersten Spieltag kommt es gleich zu zwei Partien mit klar verteilten Rollen. Im Eröffnungsspiel am 10. Juni um 21 Uhr erwartet ganz Europa einen Sieg Frankreichs gegen Rumänien und tags darauf um 15 Uhr geht die Schweiz als Favorit in das Duell mit Albanien, das deshalb nicht ohne Brisanz ist, weil in Reihen der Schweizer Nati mehrere Akteure mit Wurzeln in Albanien respektive im Kosovo zu finden sind, während einige Spieler im Trikot Albaniens ihr Geld in der Super League verdienen und ganz oder teilweise bei Schweizer Vereinen ausgebildet wurden.

Weiter geht es dann am 15. Juni, an dem um 18 Uhr zunächst die Schweiz gegen Rumänien antritt, ehe um 21 Uhr Frankreich zum Duell Goliath gegen David bittet. Nicht ausgeschlossen, dass nach den ersten beiden Spieltagen die ersten zwei Plätze der Gruppe A schon vergeben sind. Zumindest dann, wenn Überraschungen aus bleiben und Frankreich sowie die Schweiz ihrer Favoritenrolle gerecht werden.

Abgeschlossen wird die Gruppe A schließlich am 19. Juni, an dem wie bei großen Turnieren seit langem üblich um 21 Uhr beide verbleibenden Spiele zwischen Frankreich und der Schweiz sowie Albanien und Rumänien zeitgleich angepfiffen werden. Wegen des auf 24 Nationen erweiterten Teilnehmerfeldes, wodurch auch die vier besten Gruppendritten ins Achtelfinale einziehen, geht es am letzten Spieltag mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit für alle vier Teams in der Gruppe noch um etwas. Spannung dürfte damit bis zur letzten Minute garantiert sein und womöglich geht aus der Gruppe A ja eines der Überraschungsteams hervor. Gerade Rumänien sollte aufgrund einer sehr starken Defensive nicht unterschätzt werden, aber auch die erstmals überhaupt bei einem großen Turnier vertretenen Albaner könnten zu Großem fähig sein, wenn die Mannschaft eine Euphoriewelle erwischt.

Spätestens seit dem EM 2004, als Griechenland als Underdog alle renommierten Teams in den Schatten stellte und es damit den 1992 völlig überraschend Europameister gewordenen Dänen gleich tat, sollte man selbst auf dem eigentlich hohen Niveau einer EM nichts ausschließen.

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